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Inside "Inside"Die "Qs and As": Fragen und Antworten zum neuen AlbumWarum hat es so lange gedauert? Erstens weil wir einen Ruf als Die Am Langsamsten Arbeitende Band Der Welt zu verteidigen haben. Aber wir hätten das verdammte Ding trotzdem viel lieber früher rausgehauen. Zweitens sind wir von unserem ursprünglichen Plan abgewichen, schnell mal ein paar live eingespielte Titel als EP zu veröffentlichen, sozusagen als kleine Überbrückung für unsere ganz ungeduldigen Fans, die meinen wir müssten alle fünf Jahre was neues raus bringen. Nun gut. Warum aber trotzdem nur eine EP? (EP steht für "Extended Play", und hat eine geringere Laufzeit als eine reguläre LP, was früher mal die großen schwarzen Scheiben waren wo Musik drauf war. Man könnte auch etwas verniedlichend "Mini-Album" dazu sagen.) Im Prinzip selbe Antwort wie oben. Wir wollten dann doch nicht als die Band in die Geschichte eingehen, die für ein Album länger braucht als die Römer zu Erbauung Roms. Daher haben wir uns beschränkt. Gegenfrage: können wir mal von dieser Rumreiterei auf "warum habt ihr so lange gebraucht" und so mal wegkommen? Also gut, aber die neue Richtung wird euch nicht gefallen. Achtung, jetzt kommt’s: Warum sind da wieder nur Titel drauf, die ihr schon vor 1985 geschrieben habt. Habt ihr keine neuen Ideen? Genau das ist unser Problem. Wir haben zu viele Ideen. Wir haben für das nächste Album schon fast zehn Songs im Kasten, mindestens zwanzig wollen da auch noch drauf. Aber wir haben halt schon in unseren früheren Tagen so viele Songs geschrieben, hatten aber nie die Gelegenheit sie auch angemessen aufzunehmen. Nun sind wir in der Situation, dass wir das im eigenen Studio können. Wir haben daher die besten rausgepickt und eben jetzt aufgenommen - bevor uns die neuen Songs komplett begraben. Und haben sich die alten Songs im Laufe der Zeit gewandelt? Teilweise schon sehr, teilweise rein gar nicht. "Firewalk" zum Beispiel spielen wir exakt so wie vor 26 Jahren. Daher ist der Titel hier auch in einer reinen Live-Version zu hören. Am schwierigsten war es, bei den anderen Titel die spezielle Atmosphäre und die Magie rüber zu bringen, wie sie sie bei ihrer Entstehung hatten. Das hat uns sehr viel Zeit und sehr viel Detailarbeit gekostet. Wir sind sehr stolz darauf wie z. B. "White Room" dazugewonnen hat. Und wir sind sehr glücklich darüber wie Sarah, eine sehr begabte junge Sängerin, den Song mit Ihrem Backgroundgesang nach vorne geworfen hat. An dieser Stelle noch mal: Danke, Sarah. Aber den Song kennt ja niemand, der euch nicht damals in den Achtzigern gehört hat. Richtig. Daher freuen wir uns um so mehr, ihn nach so langer Zeit wieder live zu spielen. Das Interview führte Citizen mit seinem Alter Ego Citizen. |